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Günther Biwer und wie alles begann ...

 

Die Entstehung des Fördervereins und letztlich das Haus der Begegnung ist ohne den ehemaligen Bürgermeister Bad Vilbels nicht denkbar. Er hat die Idee einer Begegnungsstätte für alle Generationen maßgeblich geprägt und wir haben uns selbstverständlich vorgenommen, das Haus weiterhin in seinem Sinne zu führen. Denn:

 

Nur dort, wo Kultur und Soziales ist, entsteht Leben und Gemeinschaft.“

Zitat Günther Biwer

 

 

Doch, wer war unser verstorbener 1. Vorsitzender?

Eva Maria Heller hat seinen Lebenslauf zusammengefasst, ohne Anspruch auf Vollständig. Denn das würde bei einem derart aktiven und abwechslungsreichen Menschen diesen Rahmen sprengen.

Weiter unten folgt ein Text, in welchem Günther Biwer über den langen Weg zum HdB berichtet.

 

 

 

Günther Biwer

 

Günther Biwer wurde am 31. August 1940 in Fulda geboren.

Er absolvierte sein Jura-Studium in Marburg und schloss mit Prädikats-Examen ab.

Während seines Referendariats in Worms erkannte er, dass ein klassischer juristischer Beruf für ihn nicht in Frage kam. Er entschloss sich für eine Tätigkeit in der Verwaltung.

Für den Kreis Koblenz wurde er erst Kreisrechtsrat, dann zusätzlich Kreiswiderspruchsrat, persönlicher Berater des Landrats und Pressereferent.

1976 wurde er zum Sozialdezernenten in Koblenz ernannt.

1979 suchte die Stadt Bad Vilbel einen Stadtrat. Günther Biwer bewarb sich und erhielt den Posten.

1980 gewann Günther Biwer die Wahl zum Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis 2004 aus. Er wurde zum Ehrenbürgermeister ernannt.

Nach seinem Motto „Eine Stadt hilft sich selbst“ initiierte Günther Biwer die Bürgeraktive und die Nachbarschaftshilfe Anfang der 80er Jahre

Von ihm ging auch die Idee eines „Theaters in der Burg“ aus. In der ersten Spielzeit 1987 kamen 5.000 Besucher, 2012 fast 90.000.

Das „Haus der Begegnung“ war das letzte Projekt, das er ehrenamtlich bis zum Ende als Vorsitzender des Fördervereins begleitete.

Privat musste Günther Biwer einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Seine Frau, die er nach Beendigung seines Studiums geheiratet hatte, erkrankte schwer und starb. Nun hatte er die alleinige Verantwortung für zwei kleine Kinder.

Im Rahmen des Neubaus für den Waldorfkindergarten Bad Vilbel lernte Günther Biwer seine zweite Frau kennen. Es entstand eine neue große Familie mit fünf jugendlichen Kindern, denen er Vater, Freund und Berater war.

Mit fast 60 Jahren studierte er Mediation und nutzte diese Kenntnisse für einige Gemeinschaften in und um Bad Vilbel.

Günther Biwer starb am 23. August 2013 in Bad Vilbel.

Seine Ideen und Gedanken leben in den Menschen und Gemeinschaften fort.

Günther Biwer
Günther Biwer

Der lange Weg zum HdB

Text: Günther Biwer

 

Die Entstehung des Hauses der Begegnung in Bad Vilbel hat eine lange Traumphase und eine kurze Realisierungsphase. Bereits im Jahre 1982 ist im Sozialplan (Teil: Altenhilfeplan) der Stadt erwähnt, dass ein Haus der Begegnung auf ehrenamtlicher Basis geschaffen werden sollte. Grundlage dazu sollten nachbarschaftlich orientierte Foren sein, die so etwas wie ein Ersatz für die weggefallenen Beziehungsstrukturen (z. B. Großfamilie) sein sollten. Die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters führten zur Bildung einer Aktion, die sich „Eine Stadt hilft sich selbst“ nannte.

 

Aus ihr entwickelte sich die Bürgeraktive. Später wurden im Rahmen der Agenda 21 Initiativkreise gebildet und es entstand die Nachbarschaftshilfe. Die ihrerseits diesen Traum mitträumte. Sie schuf ein riesiges Angebot an Hilfen, Entlastung pflegender Angehöriger, Hospiz und Trauer-Café und die Tafel und half dem Agenda – Initiativkreis „Leben gemeinsam gestalten“ den Traum immer wieder am Leben zu erhalten. Recht plötzlich klingelte der Wecker und ab da ging alles ganz schnell.

 

Es wurde ein Förderverein gegründet, in dem neben der Bürgeraktive, der Nachbarschaftshilfe, der ehemalige Bürgermeister, der Senior der Firma Hassia, Herr Günter Hinkel, und nicht zu vergessen, das Seniorenbüro der Stadt Bad Vilbel, Frau Sahner – Völke , beteiligt sind. Erfolgreiche Gespräche mit Bad Vilbels Bürgermeister ergaben, dass eine 50%tige Beteiligung zu den Umbaukosten eines vorgesehenen Gebäudes in der Innenstadt und den Folgekosten zu ermöglichen waren. Am 4. Juli 2009 war Rohbaufest, am 28. November des selben Jahres folgte die Eröffnung.

 

Zeitgleich verlagerten die Bürgeraktive und die Nachbarschaftshilfe ihren Standort mit jeweils einem Büro in den Gebäudekomplex. Diese Zusammenführung der beiden Vereine im Haus der Begegnung unter einem Dach stellt einen Kumulationspunkt der Arbeit für gute Beziehungen in der Stadt dar. Die zukünftigen Generationen werden lernen, in Beziehungsgefügen zu leben, lernen, dass sie selbst ihre Wirklichkeit schaffen und dass Lebensmuster und eingefahrene Lebensweisen überprüft und geändert werden können. Dazu sollen in diesem Haus Anregungen in jeder erdenklichen Weise gegeben werden.