Die Vilbeler Burg und Raubritter Bechtram Autorenlesung im Haus der Begegnung

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Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe von Autorenlesungen aus den Bad Vilbeler Büchern wird im neuen Jahr fortgesetzt mit einem sehr interessanten Thema. Dazu wird bei kostenlosem Eintritt eingeladen für Mittwoch, 11. Februar, 18 Uhr ins Haus der Begegnung gegenüber vom Bad Vilbeler Historischen Rathaus. Die Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss sind bequem mit einem Aufzug zu erreichen vom Parkplatz vor dem Netto-Markt und auch aus der Tiefgarage.

Die Bad Vilbeler Wasserburg steht im Mittelpunkt der ersten Lesung in diesem Jahr. Immerhin geht es um das älteste Bauwerk der Stadt und eine bewegte und lange Geschichte. Es wird berichtet über die Entwicklung von einer Wildhufe (Forsthaus) im kaiserlichen Jagdgebiet, dem Wildbann Dreieich. In Vilbel stand das nördlichste der über 30 Forsthäusern in dem riesigen Waldgebiet, das von Aschaffenburg bis an den Rhein und von Darmstadt bis an die Nidda reichte. Hier durften nur der Kaiser und seine Jagdgesellschaften das Wild erlegen und haben in den Wildhufen Rast gemacht. Den Vilbelern war es bei strengen Strafen verboten, im Reichsforst zu jagen, Vieh zu weiden oder Bäume zu schlagen. 

Zweimal wurde die Burg zerstört. Einmal war es der Rat der Reichstadt Frankfurt, der sich mit den Vilbeler Herrschaften von Hanau und Königstein verbunden hatte und den Raubritter Bechtram für sei Unwesen bestrafen und von weiteren Untaten abschrecken wollte. Der Kurfürst und Erzbischof von Trier, Werner III., baute die Burg wieder auf – schöner und größer als je zuvor. Als die Österreicher im Koalitionskrieg von den Franzosen verfolgt wurden brachen sie den Brückenbelag am Historischen Rathaus von Vilbel hinter sich ab und konnten so die Verfolger abschütteln. Aus Rache zerstörten sie die Burg und setzten sie in Brand.

Jetzt blieb sie eine Ruine und kam schließlich bei einer Versteigerung in Privatbesitz. Nachdem die Burgruine und das Umland von der Stadt Bad Vilbel aus Privatbesitz gekauft waren, hat man die Burg umgebaut und für ein Museum und Veranstaltungen umgebaut. Heute ist sie der Veranstaltungsort für die bekannten und beliebten Burgfestspiele und viele weitere Veranstaltungen wie Weinfest und Weihnachtsmarkt.



 

Das Vilbeler Rittergeschlecht gehört zu den ältesten in der Wetterau und hat zahlreiche honorige Mitglieder für kirchliche und weltliche Aufgaben gestellt. Aber da gab es auch ein „schwarzes Schaf“ in der Familie: Raubritter Bechtram. Er trieb sein Unwesen sehr zum Ärger der Reichstadt Frankfurt. Immer wieder überfiel er die Händler auf dem Weg zur Messestadt Frankfurt. Man wollte ihn von seinen Untaten durch Lehen und die Position als Befehlshaber der Söldner abhalten. Aber schon kurz nach dem Amtszeiten fiel er immer wieder in seine alten Gewohnheiten zurück.

Schließlich haben ihn die Frankfurter auf frischer Tat ertappt und schon am nächsten Tag auf dem Galgenfeld hingerichtet. Aber damit war der Ärger noch nicht vorbei, wie die Geschichten noch nach dem Tod von Bechtram aufzeigen. Und noch immer erinnert Bechtram die Frankfurter an diese Tat, wenn er an seinem Todestag auf dem Römerberg am Rathaus der Frankfurter vorbeireitet und mahnend seinen Kopf hochhält. So wenigsten sagt man.

 

Die nächste Autorenlesung ist also wieder interessant, unterhaltend und auch spannungsgeladen. 

 

Der Eintritt ist wieder frei.

 

Veranstaltungsort

Bistro

Veranstalter

Förderverein Haus der Begegnung e.V.